Immobilienglossar

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung stellen eine Kategorie steuerpflichtiger Einkünfte dar. Sie umfassen alle Einnahmen aus der Vermietung oder Verpachtung von Immobilien und sind im Rahmen der Einkommensteuererklärung relevant.
Eine Einliegerwohnung ist eine kleinere, in sich abgeschlossene Wohneinheit innerhalb eines Einfamilienhauses. Sie dient oft als zusätzliche Wohnmöglichkeit oder kann vermietet werden, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Unter Eintragung versteht man das formelle Vermerken von Rechten im Grundbuch, beispielsweise von Grundschulden oder Hypotheken. Dies ist entscheidend für die Rechtssicherheit bei Immobilientransaktionen.
Der Energieausweis ist ein Dokument, das wichtige Informationen über die Energieeffizienz eines Gebäudes liefert. Er zeigt den Energieverbrauch und gibt Empfehlungen, wie die Energieeffizienz verbessert werden kann.
Das Erbbaurecht ermöglicht es, auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu errichten und zu nutzen. Es wird im Grundbuch eingetragen und kann vererbt oder verkauft werden. Typischerweise ist das Erbbaurecht auf eine Laufzeit von 99 Jahren begrenzt und erfordert die Zahlung eines Erbbauzinses.
Erbpacht ist eine Form des langfristigen Pachtvertrags, bei dem der Pächter das Recht erhält, ein Grundstück über einen langen Zeitraum (häufig 99 Jahre) zu nutzen und darauf zu bauen. Erbpachtzinsen werden für die Nutzung des Grundstücks gezahlt und der Vertrag kann weder gekündigt noch ohne Weitergabe der Verpflichtungen aufgehoben werden.
Erschließungskosten umfassen die Aufwendungen für den Anschluss eines Grundstücks an die öffentliche Infrastruktur wie Wasser-, Gas-, Strom- und Abwassernetze. Diese Kosten sind Teil der Gesamtausgaben für die Baureifmachung eines Grundstücks.
Das Ertragswertverfahren ist eine Bewertungsmethode zur Ermittlung des Wertes einer Immobilie, die primär Erträge generiert, wie Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien. Es berücksichtigt den jährlichen Reinertrag des Objekts, der durch Multiplikation mit einem Vervielfältiger, der die Restnutzungsdauer und den Liegenschaftszinssatz berücksichtigt, den Ertragswert
Eine Etage bezeichnet ein Stockwerk in einem Gebäude, insbesondere eines, das über dem Erdgeschoss liegt. Der Begriff wird häufig verwendet, um die Lage einer Wohnung oder eines Büros innerhalb eines mehrstöckigen Gebäudes zu beschreiben.
Der Kaufpreisfaktor ist eine Kennzahl, die das Verhältnis des Kaufpreises einer Immobilie zur jährlichen Nettokaltmiete ausdrückt. Er gibt an, wie viele Jahresmieten nötig sind, um den Kaufpreis zu decken. Ein niedriger Faktor deutet auf eine potenziell höhere Rendite hin, während ein hoher Faktor auf eine teurere Immobilie im Verhältnis zu den Mieteinnahmen hinweist.
Die Fassade ist die äußere Front eines Gebäudes und prägt maßgeblich dessen ästhetischen Eindruck. Sie dient nicht nur der optischen Gestaltung, sondern auch dem Schutz des Gebäudes vor Wettereinflüssen.
Ein Fertighaus ist ein Haus, dessen Bauteile vorab in einer Fabrik hergestellt und zur Baustelle geliefert werden, wo sie montiert werden. Diese Bauweise ermöglicht eine schnelle Errichtung des Hauses. Fertighäuser können als schlüsselfertige Lösungen oder als Ausbauhäuser, bei denen der Käufer bestimmte Arbeiten selbst übernimmt, angeboten werden.
Ein Festdarlehen oder Fälligkeitsdarlehen ist ein Kredit, der am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt wird. Während der Laufzeit werden lediglich die Zinsen gezahlt. Diese Darlehensform wird häufig in Kombination mit einem Sparplan oder einer Lebensversicherung genutzt, um die Endfälligkeit abzudecken.
Bei einem Festzinsdarlehen wird der Zinssatz für einen vorher festgelegten Zeitraum (meist mehrere Jahre) garantiert. Dies bietet Planungssicherheit, da die Zinsbelastung während der Zinsbindungsfrist gleich bleibt.
Eine Festzinshypothek ist ein Hypothekendarlehen, bei dem der Zinssatz für die gesamte Dauer der Zinsbindung festgeschrieben ist. Dies schützt den Kreditnehmer vor Zinsschwankungen und bietet eine sichere Kalkulationsgrundlage für die Finanzierung.
Diese Art der Finanzierung bezeichnet das Angebot einer Bank, sämtliche Kredite und Darlehen für ein Projekt zu bündeln und zu finanzieren. Der Kreditnehmer erhält somit alle notwendigen finanziellen Mittel von einem einzigen Kreditgeber, was den Verwaltungsaufwand erheblich reduziert.
Ein Finanzierungsplan listet alle Kosten eines Projekts und die geplanten Finanzierungsquellen (Eigenmittel und Fremdmittel) auf. Er zeigt auf, wie viel Kapital benötigt wird und wie es beschafft werden soll, um ein Projekt erfolgreich zu finanzieren.
In der Grundbuchterminologie bezeichnet eine Flur die Teilfläche einer Gemarkung, die mehrere Flurstücke umfasst. Fluren dienen der strukturierten Erfassung und Organisation von Grundstücken innerhalb einer Gemeinde oder eines Stadtgebiets.
Eine Flurkarte ist ein amtlicher Lageplan, der die Grundstücksgrenzen sowie die Lage und Größe von Flurstücken innerhalb einer Gemarkung zeigt. Sie ist ein wesentliches Dokument für die Planung und Durchführung von Baumaßnahmen sowie für rechtliche Transaktionen.
Ein Flurstück, auch Parzelle genannt, ist die kleinste buchungsfähige Einheit im Kataster eines Grundbuchamts. Mehrere Flurstücke bilden eine Flur; mehrere Fluren bilden eine Gemarkung, welche das Gebiet einer Gemeinde umfasst und grundbuchrechtlich erfasst ist.
Ein Fonds ist ein Pool von Kapital, das von vielen Anlegern gesammelt und von einem Fondsmanager in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien investiert wird. Ziel ist die Wertsteigerung des angelegten Kapitals, wobei die Anleger Anteile am Fonds erwerben und verkaufen können.
Bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung werden die Sparanteile der Beiträge in Investmentfonds investiert. Die Rückzahlung hängt von der Performance der Fonds ab und kann daher höher oder niedriger ausfallen als bei klassischen Lebensversicherungen, die eine feste Verzinsung bieten.
Eine Freistellungserklärung ist ein Dokument, das den Schutz der Käufer von Eigentumswohnungen während der Bauphase sicherstellt. Wenn ein Bauträger eine Globalgrundschuld zur Sicherung des Darlehens einträgt, muss eine Freistellungserklärung der Bank vorliegen, damit einzelne Wohnungen bei Zahlung des vollständigen Kaufpreises von dieser Grundschuld befreit werden können. Dies schützt Käufer, die bereits vor Fertigstellung Zahlungen leisten.
Fremdkapital bezeichnet Mittel, die einem Unternehmen oder einer Privatperson von Dritten, meist Banken, in Form von Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Diese Gelder müssen mit Zinsen zurückgezahlt werden und dienen oft der Finanzierung von Investitionen oder dem Erwerb von Immobilien.
Ein Fremdwährungskredit ist ein Darlehen, das in einer anderen Währung als der Heimatwährung des Kreditnehmers aufgenommen und zurückgezahlt wird. Der Vorteil kann in niedrigeren Zinssätzen liegen, jedoch besteht ein Wechselkursrisiko, welches die Gesamtkosten des Kredits beeinflussen kann.
Das Fundament ist der unterste Teil eines Gebäudes, der direkt auf dem tragfähigen Grund steht und die Lasten des Gebäudes trägt. Es ist entscheidend für die Stabilität und Langlebigkeit der Struktur.
Eine Gaube ist ein Fensteraufbau auf einem schrägen Dach, der mehr Licht und Raum unter dem Dach schafft. Gauben können verschiedene Formen haben und sind sowohl funktional als auch ästhetisch bedeutsam für Dachgeschosse.
Ein Gebäude ist eine strukturelle Einheit, die zum Wohnen, Arbeiten oder zu anderen Zwecken dient und aus Materialien wie Ziegeln, Beton, Holz oder Metall errichtet wird.
Eine Gebäudeversicherung schützt das Gebäude gegen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und andere Risiken. Die Police legt fest, unter welchen Bedingungen Schäden gedeckt sind und welche Kosten im Schadensfall übernommen werden.
Der Gebäudewert ist der Teil des Immobilienwertes, der sich auf das Gebäude selbst und nicht auf das Grundstück bezieht. Dieser Wert ist insbesondere für Versicherungen und bei der Kreditvergabe von Bedeutung.
Ein Gegengutachten wird angefertigt, um ein bestehendes Verkehrswertgutachten zu überprüfen. Es dient dazu, die Richtigkeit und Nachvollziehbarkeit eines früheren Gutachtens zu bestätigen oder zu widerlegen, häufig in rechtlichen Auseinandersetzungen.
Geldbeschaffungskosten sind die Kosten, die Banken für die Beschaffung des Geldes aufwenden, das sie als Kredite vergeben. Diese Kosten werden in die Kreditzinsen einkalkuliert, um die Gewinnmarge der Bank zu sichern.
Eine Gemarkung ist eine territoriale Einheit in der Katasterführung, die mehrere Fluren umfasst und in der Regel mit den Grenzen einer Gemeinde übereinstimmt. Sie ist wichtig für die eindeutige Zuordnung und Verwaltung von Grundstücken.
Gemeinschaftseigentum umfasst alle Teile einer Immobilie, die von allen Eigentümern eines Mehrfamilienhauses gemeinsam genutzt werden, wie das Treppenhaus, Dach, Aufzüge und der Grund und Boden. Jeder Eigentümer hat anteilig Miteigentum und teilt sich die Kosten für Instandhaltung und Verwaltung.
Die Gemeinschaftsordnung regelt in einer Wohnungseigentümergemeinschaft die Rechte und Pflichten der Eigentümer untereinander. Sie ist Teil der Teilungserklärung und für alle Eigentümer sowie deren Rechtsnachfolger bindend.
Gerichtskosten sind Gebühren, die bei rechtlichen Auseinandersetzungen anfallen, einschließlich der Kosten für Eintragungen ins Grundbuch bei Immobilientransaktionen, wie Eigentumsumschreibungen oder Auflassungsvormerkungen.
Gesamtfinanzierung bezieht sich auf die Bündelung aller notwendigen finanziellen Mittel durch eine einzelne Bank oder einen Kreditvermittler, um ein Projekt vollständig zu finanzieren, ohne dass der Kreditnehmer mehrere Kreditgeber aufsuchen muss.
Die Gesamtkapitalrendite ist eine finanzielle Kennzahl, die die Effizienz des eingesetzten Kapitals einer Investition misst. Sie berechnet sich aus der Summe von Reingewinn und Fremdkapitalzinsen, geteilt durch das gesamte eingesetzte Kapital (Eigen- und Fremdkapital), multipliziert mit 100. Diese Kennzahl gibt an, wie gut das Unternehmen sein Gesamtkapital zur Erzielung von Gewinnen verwendet.
Bei einer gesamtschuldnerischen Haftung sind mehrere Personen gemeinsam für die volle Schuld verantwortlich. Jeder Gesamtschuldner kann für die gesamte Schuld in Anspruch genommen werden, unabhängig von der Beteiligung der anderen Schuldner. Dies ist häufig bei gemeinsamen Krediten der Fall, wie sie z.B. von Ehepartnern aufgenommen werden.
Ein Geschoss oder Stockwerk bezieht sich auf eine Ebene innerhalb eines Gebäudes. In der Bauplanung und im Bauordnungsrecht wird auch die Geschossflächenzahl (GFZ) verwendet, die festlegt, wie viel Quadratmeter Geschossfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind.
Ein Gleitzinsdarlehen hat variable Zinsen, die sich während der Laufzeit des Darlehens ändern können. Diese Anpassungen sind meist an die Leitzinsen der Zentralbanken gekoppelt, was ein Zinsänderungsrisiko mit sich bringt. Kreditnehmer können bei einer solchen Finanzierung von fallenden Zinsen profitieren, tragen aber auch das Risiko von Zinssteigerungen.
Eine Globalbelastung oder Globalgrundschuld ist eine Grundschuld, die auf mehreren Grundstücken lastet und jedes einzelne Grundstück für den gesamten eingetragenen Betrag haftet. Dies ist besonders relevant bei der Finanzierung größerer Bauvorhaben oder bei der Entwicklung von Mehrfamilienhäusern.
Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, das vom Grundbuchamt geführt wird und alle wesentlichen Informationen zu Grundstücken enthält. Es umfasst Angaben über Eigentümer, Grundstücksgrößen, Lasten und Beschränkungen sowie Hypotheken oder Grundschulden.
Das Grundbuchamt ist eine Abteilung des Amtsgerichts, die für die Führung der Grundbücher zuständig ist. Hier werden alle Transaktionen, die Grundstücke betreffen, registriert und veröffentlicht, um Rechtssicherheit im Grundstücksverkehr zu gewährleisten.
Ein Grundbuchauszug zeigt die aktuelle rechtliche Situation eines Grundstücks. Er enthält Informationen über Eigentumsverhältnisse, Lasten und Beschränkungen sowie Hypotheken und ist ein wichtiges Dokument beim Kauf oder Verkauf von Immobilien.
Eine Grunddienstbarkeit ist ein eingetragenes Recht, das einer Person die Nutzung eines fremden Grundstücks in bestimmter Weise erlaubt, beispielsweise als Wegerecht oder Leitungsrecht. Dieses Recht ist im Grundbuch verankert und bindend für den Grundstückseigentümer.
Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die beim Kauf von Immobilien erhoben wird. Sie ist vom Käufer zu entrichten und basiert auf dem Kaufpreis der Immobilie. Diese Steuer ist einmalig und nicht zu verwechseln mit der jährlich anfallenden Grundsteuer.
Ein Grundpfandrecht ist ein Recht, das einem Gläubiger erlaubt, ein Grundstück oder eine Immobilie zu pfänden, sollte der Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Typische Formen des Grundpfandrechts sind die Hypothek und die Grundschuld.
Die Grundschuld ist eine Belastung eines Grundstücks, die im Grundbuch eingetragen wird und der Sicherung von Darlehen dient. Im Gegensatz zur Hypothek ist sie nicht unmittelbar von der Existenz einer Forderung abhängig und bietet der Bank die Möglichkeit, im Fall von Zahlungsausfällen das Grundstück zu versteigern.
Die Grundschuldbestellung ist ein notarieller Akt, bei dem der Grundstückseigentümer der Belastung seines Grundstücks mit einer Grundschuld zustimmt und deren Eintragung ins Grundbuch beantragt. Dies ermöglicht es Kreditgebern, ihre Ansprüche gegenüber dem Kreditnehmer abzusichern.
Die Grundsteuer ist eine kommunale Steuer auf das Grundvermögen, die auf Basis des Einheitswertes des Grundstücks berechnet wird. Diese Steuer kann vom Eigentümer auf die Mieter umgelegt werden, falls das Grundstück vermietet ist.
Ein Grundstück ist ein klar definiertes Stück Land, das im Grundbuch eines Amtsgerichts eingetragen ist. Es kann bebaut oder unbebaut sein und umfasst sowohl den Boden als auch alle fest damit verbundenen Bestandteile wie Gebäude.
Die Gründerjahre bezeichnen eine Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71, gekennzeichnet durch umfangreiche industrielle und urbane Entwicklung, gefördert durch französische Reparationszahlungen.
Ein Gutachten dient der Ermittlung des Verkehrswerts oder Marktwerts einer Immobilie. Es wird häufig aus Gründen wie Erbauseinandersetzungen, Scheidungen, steuerlichen Bewertungen oder zur Beleihungswertermittlung angefordert. Bewertet wird nach Verfahren wie dem Sachwert-, Vergleichswert- oder Ertragswertverfahren.
Ein Gutachter oder Sachverständiger ist eine Person mit spezieller Expertise in einem Fachgebiet, der Zustände feststellt, bewertet und dokumentiert. Für Immobilienbewertungen sind häufig öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige oder zertifizierte Experten nach DIN EN ISO/IEC 17024 tätig.
Der Gutachterausschuss sammelt und analysiert Verkaufsdaten von Immobilien, um die Markttransparenz zu erhöhen. Der Ausschuss erstellt Berichte über die Immobilienpreise in einer Region, basierend auf den ihm vorliegenden Informationen.
Ein Haus ist ein Gebäude, das typischerweise dauerhaft für Wohn- oder Geschäftszwecke konstruiert ist. Es besteht aus Wänden und einem Dach und kann aus verschiedenen Materialien gebaut sein.
Das Hausgeld umfasst alle Kosten, die mit dem Betrieb und der Instandhaltung einer Wohnung oder eines Hauses verbunden sind, einschließlich Verwaltung, nicht umlagefähige Betriebskosten und Rücklagen für Instandhaltung. Bei vermieteten Einheiten können umlagefähige Kosten auf die Mieter übertragen werden.
Herstellungskosten beinhalten alle Ausgaben, die für die Errichtung eines Gebäudes anfallen. Dies schließt Material- und Arbeitskosten, Kosten für Architekten und Ingenieure, sowie alle Nebenkosten wie Notar- und Gerichtsgebühren ein.
Eine Hypothek ist ein Grundpfandrecht zur Sicherung eines Darlehens, das mit einem Grundstück verbunden ist. Hypotheken werden im Grundbuch eingetragen und ermöglichen dem Gläubiger, im Falle einer Nichtzahlung, das Grundstück zu versteigern.
Hypothekenbanken sind spezialisierte Kreditinstitute, die langfristige, grundpfandrechtlich gesicherte Darlehen vergeben. Sie refinanzieren sich hauptsächlich durch die Ausgabe von Pfandbriefen und bieten oft langfristige Festzinsdarlehen an.
Ein Hypothekenkredit ist ein durch ein Grundpfandrecht gesichertes Darlehen, bei dem das Darlehen durch die Immobilie selbst abgesichert ist. Dies führt in der Regel zu günstigeren Zinskonditionen im Vergleich zu ungesicherten Krediten.
Eine Immobilie ist ein Grundstück samt allen darauf befindlichen Bauten. Sie kann zum Wohnen, Arbeiten oder als Investition genutzt werden und ist im juristischen Sinne als unbewegliches Vermögen klassifiziert.
Die Immobilienbewertung dient der Ermittlung des Verkehrswerts oder Marktwerts einer Immobilie. In Deutschland sind das Sachwertverfahren, das Vergleichswertverfahren und das Ertragswertverfahren die gängigen Methoden, die je nach Eigenschaft und Nutzung der Immobilie angewendet werden.
Immobilienfonds investieren das Kapital der Anleger in Immobilien und sind in offene und geschlossene Fonds unterteilt. Offene Immobilienfonds erlauben jederzeit Investitionen und Rückkäufe der Anteile, während geschlossene Immobilienfonds eine feste Anzahl von Anteilen haben und das Kapital in spezifische Projekte investieren.
Ein Immobiliengutachten, auch Verkehrswertgutachten oder Marktwertgutachten genannt, schätzt den Wert eines Grundstücks, ob bebaut oder unbebaut. Es besteht aus einem beschreibenden Teil, der die Immobilie und relevante Umstände darstellt, und einem bewertenden Teil, der den geschätzten Wert angibt.
Die Indexmiete ist eine Mietform, bei der die Miete an einen Index, meist den Verbraucherpreisindex, gekoppelt ist. Steigt der Index, kann der Vermieter die Miete entsprechend anpassen. Sinkt der Index, ist er verpflichtet, die Miete zu senken. Diese Form der Miete findet häufig Anwendung in Gewerbemietverträgen.
Inflation ist die Rate, mit der das allgemeine Preisniveau von Waren und Dienstleistungen steigt, was zu einem Kaufkraftverlust des Geldes führt. Sie wird üblicherweise als jährliche Rate angegeben und beeinflusst die Wirtschaftsplanung und -politik.
Die Instandhaltungsrücklage ist Teil des Hausgeldes, das Eigentümer in einer Wohneigentümergemeinschaft zahlen. Sie dient dazu, notwendige Reparaturen und Instandhaltungen zu finanzieren, um den Wert und die Substanz der Immobilie zu erhalten.
Ein Investment bezeichnet die Anlage von Kapital in unterschiedlichen Formen, sei es in Sachwerte wie Immobilien oder in Finanzprodukte wie Aktien und Anleihen, mit dem Ziel, Rendite zu erzielen und das Vermögen zu mehren.
Ein Investmentfonds sammelt Kapital vieler Anleger, um es gemeinschaftlich in ein diversifiziertes Portfolio von Wertpapieren oder anderen Anlagegütern zu investieren. Der Fonds wird von einem professionellen Fondsmanager verwaltet.
Der Jahresabschluss eines Unternehmens umfasst die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des vergangenen Geschäftsjahres und dient der Darstellung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens. Bei Aktiengesellschaften ist der Jahresabschluss von einem Wirtschaftsprüfer zu prüfen.
Der Jugendstil ist eine kunstgeschichtliche Epoche um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, die durch organische Formen und fließende Linien in Architektur, Grafik, Malerei und angewandter Kunst gekennzeichnet ist.
Kapital bezieht sich auf die finanziellen Ressourcen, die für wirtschaftliche Aktivitäten eingesetzt werden, wie Eigenkapital (selbst eingebrachtes Vermögen) und Fremdkapital (geliehene Mittel).
Eine Kapitalanlage ist eine Investition von Geldmitteln in unterschiedliche Anlageformen, um Wertsteigerung und/oder Einkünfte zu erzielen, wie zum Beispiel in Immobilien, Aktien oder Anleihen.
Die Kapitallebensversicherung kombiniert Risikoschutz mit einem Sparplan. Sie zahlt bei Ablauf oder im Todesfall eine vereinbarte Summe aus. Oft wird sie zur Altersvorsorge oder zur Absicherung von Darlehen verwendet.
Die Kappungsgrenze im Mietrecht begrenzt Mieterhöhungen auf maximal 20% innerhalb von drei Jahren. In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt können strengere Regelungen gelten, um die Mietpreissteigerung weiter zu begrenzen.
Das Katasteramt, auch Vermessungsamt genannt, ist zuständig für die Erfassung und Verwaltung von Grundstücksdaten. Es stellt amtliche Dokumente wie Lagepläne und Flurstücknachweise aus, die für Transaktionen und Planungen notwendig sind.
Katasterpapiere sind amtliche Dokumente, die detaillierte Informationen zu Grundstücken enthalten, wie Abmessungen, Lage und Nutzung. Sie sind für die rechtliche Absicherung von Grundstückstransaktionen unerlässlich.
Kaufnebenkosten sind zusätzliche Kosten, die beim Erwerb einer Immobilie neben dem eigentlichen Kaufpreis anfallen. Diese beinhalten die Grunderwerbsteuer, Notargebühren für den Kauf und die Grundschuldbestellung, Eintragungskosten bei den Ämtern und, falls beteiligt, Maklercourtage.
Der Kaufpreis einer Immobilie ist der Betrag, der zwischen Käufer und Verkäufer beim Kauf einer Immobilie vereinbart wird. Der Kaufpreis wird im Kaufvertrag festgehalten und basiert auf verschiedenen Faktoren wie Baujahr, Ausstattung, Zustand und Lage der Immobilie.
Die Kaufpreissammlung ist eine Sammlung von Daten über getätigte Immobilienkäufe, die von den Gutachterausschüssen geführt wird. Diese Daten sind essentiell für die sachkundige Ermittlung von Vergleichswerten bei Immobilienbewertungen.
Ein Kaufvertrag ist ein rechtlich bindender Vertrag, der den Übergang des Eigentums einer Sache, wie einer Immobilie, regelt. Bei Immobilien muss der Kaufvertrag notariell beurkundet werden.
Ein Keller ist ein unterirdisches oder teilweise unterirdisches Stockwerk eines Hauses, das typischerweise zur Aufbewahrung oder als zusätzlicher Wohnraum genutzt wird.
Die Kinderzulage war ein Bestandteil der staatlichen Eigenheimzulage, die bis 2005 gewährt wurde, um den Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum finanziell zu unterstützen.
Die Konditionen eines Darlehens umfassen die Bedingungen, unter denen ein Darlehen gewährt wird, einschließlich Zinssatz, Auszahlungskurs, Zinsbindungsdauer, Tilgungssätze und etwaige Gebühren.
Konditionsanpassung bezieht sich auf die Neufestsetzung der Kreditbedingungen nach Ablauf der Zinsbindungsfrist. Die neuen Konditionen orientieren sich meist an den aktuellen Kapitalmarktzinsen.
Die Kostenmiete ist ein Mietzins, der in der sozialen Wohnraumförderung angewandt wird und genau die tatsächlichen Bewirtschaftungs- und Finanzierungskosten deckt. Sie ist besonders bei staatlich geförderten Wohnprojekten relevant.
Der Kostenverteilungsschlüssel legt fest, wie die Betriebskosten einer Immobilie auf die Mieter verteilt werden. Häufige Schlüssel basieren auf Miteigentumsanteilen, Wohnfläche oder Personenzahl.
Ein Kredit ist ein Geldbetrag, der einer Person oder einem Unternehmen leihweise zur Verfügung gestellt wird, üblicherweise gegen Zinszahlungen.
Der Kreditbedarf ist die Summe, die zur Finanzierung eines Vorhabens, wie dem Kauf einer Immobilie, benötigt wird.
Die Kreditwürdigkeit, auch Bonität genannt, ist ein Maß dafür, wie vertrauenswürdig ein Kreditnehmer hinsichtlich der Rückzahlung eines Darlehens eingeschätzt wird.
Die Kündigung eines Darlehens ist die formelle Beendigung des Darlehensvertrages durch den Darlehensnehmer oder -geber. Bei Hypotheken ist eine Kündigung durch die Bank unter Einhaltung der Vertragsbedingungen nicht möglich, jedoch kann der Darlehensnehmer unter bestimmten Umständen kündigen.
Ein landesverbürgtes Darlehen ist Teil der öffentlichen Förderung des Wohnungsbaus, wobei das Darlehen durch das Bundesland abgesichert wird.
Ein langfristiger Kredit hat eine Laufzeit, die mehrere Jahre bis Jahrzehnte umfassen kann. Typische Beispiele sind Baufinanzierungen und Hypothekendarlehen.
Die Laufzeit eines Darlehens ist der Zeitraum von der Auszahlung bis zur vollständigen Rückzahlung. Bei Hypothekenbanken sind Laufzeiten von etwa 30 Jahren üblich, was die monatliche Belastung reduziert. Die Laufzeit ist nicht zu verwechseln mit der Zinsfestschreibung, die den Zeitraum definiert, für den ein fester Zinssatz gilt.
Der Leitzins ist ein von der Zentralbank festgelegter Zinssatz, der beeinflusst, zu welchen Konditionen sich Banken Geld leihen können. Dieser Zins hat wesentlichen Einfluss auf die Kredit- und Anlagezinsen in der Wirtschaft.
Bei Immobilieninvestitionen spricht man von Liebhaberei, wenn keine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt, sondern die Immobilie aus persönlichen Gründen erworben wird. In diesem Fall erkennt das Finanzamt die Kosten nicht als abzugsfähig an.
Das Liegenschaftsbuch ist ein amtliches Verzeichnis, das alle Grundstücke eines Amtsgerichtsbezirks umfasst. Es dient der rechtlichen Sicherheit und der Transparenz in Bezug auf Eigentumsverhältnisse und Belastungen.
Der Liegenschaftszins ist eine wichtige Kennzahl im Ertragswertverfahren zur Immobilienbewertung. Er zeigt den durchschnittlichen Zinssatz, mit dem Grundstücke je nach Art und Lage verzinst werden und beeinflusst direkt den ermittelten Ertragswert einer Immobilie.
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung stellen eine Kategorie steuerpflichtiger Einkünfte dar. Sie umfassen alle Einnahmen aus der Vermietung oder Verpachtung von Immobilien und sind im Rahmen der Einkommensteuererklärung relevant.
Eine Einliegerwohnung ist eine kleinere, in sich abgeschlossene Wohneinheit innerhalb eines Einfamilienhauses. Sie dient oft als zusätzliche Wohnmöglichkeit oder kann vermietet werden, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Unter Eintragung versteht man das formelle Vermerken von Rechten im Grundbuch, beispielsweise von Grundschulden oder Hypotheken. Dies ist entscheidend für die Rechtssicherheit bei Immobilientransaktionen.
Der Energieausweis ist ein Dokument, das wichtige Informationen über die Energieeffizienz eines Gebäudes liefert. Er zeigt den Energieverbrauch und gibt Empfehlungen, wie die Energieeffizienz verbessert werden kann.
Das Erbbaurecht ermöglicht es, auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu errichten und zu nutzen. Es wird im Grundbuch eingetragen und kann vererbt oder verkauft werden. Typischerweise ist das Erbbaurecht auf eine Laufzeit von 99 Jahren begrenzt und erfordert die Zahlung eines Erbbauzinses.
Erbpacht ist eine Form des langfristigen Pachtvertrags, bei dem der Pächter das Recht erhält, ein Grundstück über einen langen Zeitraum (häufig 99 Jahre) zu nutzen und darauf zu bauen. Erbpachtzinsen werden für die Nutzung des Grundstücks gezahlt und der Vertrag kann weder gekündigt noch ohne Weitergabe der Verpflichtungen aufgehoben werden.
Erschließungskosten umfassen die Aufwendungen für den Anschluss eines Grundstücks an die öffentliche Infrastruktur wie Wasser-, Gas-, Strom- und Abwassernetze. Diese Kosten sind Teil der Gesamtausgaben für die Baureifmachung eines Grundstücks.
Das Ertragswertverfahren ist eine Bewertungsmethode zur Ermittlung des Wertes einer Immobilie, die primär Erträge generiert, wie Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien. Es berücksichtigt den jährlichen Reinertrag des Objekts, der durch Multiplikation mit einem Vervielfältiger, der die Restnutzungsdauer und den Liegenschaftszinssatz berücksichtigt, den Ertragswert
Eine Etage bezeichnet ein Stockwerk in einem Gebäude, insbesondere eines, das über dem Erdgeschoss liegt. Der Begriff wird häufig verwendet, um die Lage einer Wohnung oder eines Büros innerhalb eines mehrstöckigen Gebäudes zu beschreiben.
Der Kaufpreisfaktor ist eine Kennzahl, die das Verhältnis des Kaufpreises einer Immobilie zur jährlichen Nettokaltmiete ausdrückt. Er gibt an, wie viele Jahresmieten nötig sind, um den Kaufpreis zu decken. Ein niedriger Faktor deutet auf eine potenziell höhere Rendite hin, während ein hoher Faktor auf eine teurere Immobilie im Verhältnis zu den Mieteinnahmen hinweist.
Die Fassade ist die äußere Front eines Gebäudes und prägt maßgeblich dessen ästhetischen Eindruck. Sie dient nicht nur der optischen Gestaltung, sondern auch dem Schutz des Gebäudes vor Wettereinflüssen.
Ein Fertighaus ist ein Haus, dessen Bauteile vorab in einer Fabrik hergestellt und zur Baustelle geliefert werden, wo sie montiert werden. Diese Bauweise ermöglicht eine schnelle Errichtung des Hauses. Fertighäuser können als schlüsselfertige Lösungen oder als Ausbauhäuser, bei denen der Käufer bestimmte Arbeiten selbst übernimmt, angeboten werden.
Ein Festdarlehen oder Fälligkeitsdarlehen ist ein Kredit, der am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt wird. Während der Laufzeit werden lediglich die Zinsen gezahlt. Diese Darlehensform wird häufig in Kombination mit einem Sparplan oder einer Lebensversicherung genutzt, um die Endfälligkeit abzudecken.
Bei einem Festzinsdarlehen wird der Zinssatz für einen vorher festgelegten Zeitraum (meist mehrere Jahre) garantiert. Dies bietet Planungssicherheit, da die Zinsbelastung während der Zinsbindungsfrist gleich bleibt.
Eine Festzinshypothek ist ein Hypothekendarlehen, bei dem der Zinssatz für die gesamte Dauer der Zinsbindung festgeschrieben ist. Dies schützt den Kreditnehmer vor Zinsschwankungen und bietet eine sichere Kalkulationsgrundlage für die Finanzierung.
Diese Art der Finanzierung bezeichnet das Angebot einer Bank, sämtliche Kredite und Darlehen für ein Projekt zu bündeln und zu finanzieren. Der Kreditnehmer erhält somit alle notwendigen finanziellen Mittel von einem einzigen Kreditgeber, was den Verwaltungsaufwand erheblich reduziert.
Ein Finanzierungsplan listet alle Kosten eines Projekts und die geplanten Finanzierungsquellen (Eigenmittel und Fremdmittel) auf. Er zeigt auf, wie viel Kapital benötigt wird und wie es beschafft werden soll, um ein Projekt erfolgreich zu finanzieren.
In der Grundbuchterminologie bezeichnet eine Flur die Teilfläche einer Gemarkung, die mehrere Flurstücke umfasst. Fluren dienen der strukturierten Erfassung und Organisation von Grundstücken innerhalb einer Gemeinde oder eines Stadtgebiets.
Eine Flurkarte ist ein amtlicher Lageplan, der die Grundstücksgrenzen sowie die Lage und Größe von Flurstücken innerhalb einer Gemarkung zeigt. Sie ist ein wesentliches Dokument für die Planung und Durchführung von Baumaßnahmen sowie für rechtliche Transaktionen.
Ein Flurstück, auch Parzelle genannt, ist die kleinste buchungsfähige Einheit im Kataster eines Grundbuchamts. Mehrere Flurstücke bilden eine Flur; mehrere Fluren bilden eine Gemarkung, welche das Gebiet einer Gemeinde umfasst und grundbuchrechtlich erfasst ist.
Ein Fonds ist ein Pool von Kapital, das von vielen Anlegern gesammelt und von einem Fondsmanager in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien investiert wird. Ziel ist die Wertsteigerung des angelegten Kapitals, wobei die Anleger Anteile am Fonds erwerben und verkaufen können.
Bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung werden die Sparanteile der Beiträge in Investmentfonds investiert. Die Rückzahlung hängt von der Performance der Fonds ab und kann daher höher oder niedriger ausfallen als bei klassischen Lebensversicherungen, die eine feste Verzinsung bieten.
Eine Freistellungserklärung ist ein Dokument, das den Schutz der Käufer von Eigentumswohnungen während der Bauphase sicherstellt. Wenn ein Bauträger eine Globalgrundschuld zur Sicherung des Darlehens einträgt, muss eine Freistellungserklärung der Bank vorliegen, damit einzelne Wohnungen bei Zahlung des vollständigen Kaufpreises von dieser Grundschuld befreit werden können. Dies schützt Käufer, die bereits vor Fertigstellung Zahlungen leisten.
Fremdkapital bezeichnet Mittel, die einem Unternehmen oder einer Privatperson von Dritten, meist Banken, in Form von Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Diese Gelder müssen mit Zinsen zurückgezahlt werden und dienen oft der Finanzierung von Investitionen oder dem Erwerb von Immobilien.
Ein Fremdwährungskredit ist ein Darlehen, das in einer anderen Währung als der Heimatwährung des Kreditnehmers aufgenommen und zurückgezahlt wird. Der Vorteil kann in niedrigeren Zinssätzen liegen, jedoch besteht ein Wechselkursrisiko, welches die Gesamtkosten des Kredits beeinflussen kann.
Das Fundament ist der unterste Teil eines Gebäudes, der direkt auf dem tragfähigen Grund steht und die Lasten des Gebäudes trägt. Es ist entscheidend für die Stabilität und Langlebigkeit der Struktur.
Eine Gaube ist ein Fensteraufbau auf einem schrägen Dach, der mehr Licht und Raum unter dem Dach schafft. Gauben können verschiedene Formen haben und sind sowohl funktional als auch ästhetisch bedeutsam für Dachgeschosse.
Ein Gebäude ist eine strukturelle Einheit, die zum Wohnen, Arbeiten oder zu anderen Zwecken dient und aus Materialien wie Ziegeln, Beton, Holz oder Metall errichtet wird.
Eine Gebäudeversicherung schützt das Gebäude gegen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und andere Risiken. Die Police legt fest, unter welchen Bedingungen Schäden gedeckt sind und welche Kosten im Schadensfall übernommen werden.
Der Gebäudewert ist der Teil des Immobilienwertes, der sich auf das Gebäude selbst und nicht auf das Grundstück bezieht. Dieser Wert ist insbesondere für Versicherungen und bei der Kreditvergabe von Bedeutung.
Ein Gegengutachten wird angefertigt, um ein bestehendes Verkehrswertgutachten zu überprüfen. Es dient dazu, die Richtigkeit und Nachvollziehbarkeit eines früheren Gutachtens zu bestätigen oder zu widerlegen, häufig in rechtlichen Auseinandersetzungen.
Geldbeschaffungskosten sind die Kosten, die Banken für die Beschaffung des Geldes aufwenden, das sie als Kredite vergeben. Diese Kosten werden in die Kreditzinsen einkalkuliert, um die Gewinnmarge der Bank zu sichern.
Eine Gemarkung ist eine territoriale Einheit in der Katasterführung, die mehrere Fluren umfasst und in der Regel mit den Grenzen einer Gemeinde übereinstimmt. Sie ist wichtig für die eindeutige Zuordnung und Verwaltung von Grundstücken.
Gemeinschaftseigentum umfasst alle Teile einer Immobilie, die von allen Eigentümern eines Mehrfamilienhauses gemeinsam genutzt werden, wie das Treppenhaus, Dach, Aufzüge und der Grund und Boden. Jeder Eigentümer hat anteilig Miteigentum und teilt sich die Kosten für Instandhaltung und Verwaltung.
Die Gemeinschaftsordnung regelt in einer Wohnungseigentümergemeinschaft die Rechte und Pflichten der Eigentümer untereinander. Sie ist Teil der Teilungserklärung und für alle Eigentümer sowie deren Rechtsnachfolger bindend.
Gerichtskosten sind Gebühren, die bei rechtlichen Auseinandersetzungen anfallen, einschließlich der Kosten für Eintragungen ins Grundbuch bei Immobilientransaktionen, wie Eigentumsumschreibungen oder Auflassungsvormerkungen.
Gesamtfinanzierung bezieht sich auf die Bündelung aller notwendigen finanziellen Mittel durch eine einzelne Bank oder einen Kreditvermittler, um ein Projekt vollständig zu finanzieren, ohne dass der Kreditnehmer mehrere Kreditgeber aufsuchen muss.
Die Gesamtkapitalrendite ist eine finanzielle Kennzahl, die die Effizienz des eingesetzten Kapitals einer Investition misst. Sie berechnet sich aus der Summe von Reingewinn und Fremdkapitalzinsen, geteilt durch das gesamte eingesetzte Kapital (Eigen- und Fremdkapital), multipliziert mit 100. Diese Kennzahl gibt an, wie gut das Unternehmen sein Gesamtkapital zur Erzielung von Gewinnen verwendet.
Bei einer gesamtschuldnerischen Haftung sind mehrere Personen gemeinsam für die volle Schuld verantwortlich. Jeder Gesamtschuldner kann für die gesamte Schuld in Anspruch genommen werden, unabhängig von der Beteiligung der anderen Schuldner. Dies ist häufig bei gemeinsamen Krediten der Fall, wie sie z.B. von Ehepartnern aufgenommen werden.
Ein Geschoss oder Stockwerk bezieht sich auf eine Ebene innerhalb eines Gebäudes. In der Bauplanung und im Bauordnungsrecht wird auch die Geschossflächenzahl (GFZ) verwendet, die festlegt, wie viel Quadratmeter Geschossfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind.
Ein Gleitzinsdarlehen hat variable Zinsen, die sich während der Laufzeit des Darlehens ändern können. Diese Anpassungen sind meist an die Leitzinsen der Zentralbanken gekoppelt, was ein Zinsänderungsrisiko mit sich bringt. Kreditnehmer können bei einer solchen Finanzierung von fallenden Zinsen profitieren, tragen aber auch das Risiko von Zinssteigerungen.
Eine Globalbelastung oder Globalgrundschuld ist eine Grundschuld, die auf mehreren Grundstücken lastet und jedes einzelne Grundstück für den gesamten eingetragenen Betrag haftet. Dies ist besonders relevant bei der Finanzierung größerer Bauvorhaben oder bei der Entwicklung von Mehrfamilienhäusern.
Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, das vom Grundbuchamt geführt wird und alle wesentlichen Informationen zu Grundstücken enthält. Es umfasst Angaben über Eigentümer, Grundstücksgrößen, Lasten und Beschränkungen sowie Hypotheken oder Grundschulden.
Das Grundbuchamt ist eine Abteilung des Amtsgerichts, die für die Führung der Grundbücher zuständig ist. Hier werden alle Transaktionen, die Grundstücke betreffen, registriert und veröffentlicht, um Rechtssicherheit im Grundstücksverkehr zu gewährleisten.
Ein Grundbuchauszug zeigt die aktuelle rechtliche Situation eines Grundstücks. Er enthält Informationen über Eigentumsverhältnisse, Lasten und Beschränkungen sowie Hypotheken und ist ein wichtiges Dokument beim Kauf oder Verkauf von Immobilien.
Eine Grunddienstbarkeit ist ein eingetragenes Recht, das einer Person die Nutzung eines fremden Grundstücks in bestimmter Weise erlaubt, beispielsweise als Wegerecht oder Leitungsrecht. Dieses Recht ist im Grundbuch verankert und bindend für den Grundstückseigentümer.
Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die beim Kauf von Immobilien erhoben wird. Sie ist vom Käufer zu entrichten und basiert auf dem Kaufpreis der Immobilie. Diese Steuer ist einmalig und nicht zu verwechseln mit der jährlich anfallenden Grundsteuer.
Ein Grundpfandrecht ist ein Recht, das einem Gläubiger erlaubt, ein Grundstück oder eine Immobilie zu pfänden, sollte der Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Typische Formen des Grundpfandrechts sind die Hypothek und die Grundschuld.
Die Grundschuld ist eine Belastung eines Grundstücks, die im Grundbuch eingetragen wird und der Sicherung von Darlehen dient. Im Gegensatz zur Hypothek ist sie nicht unmittelbar von der Existenz einer Forderung abhängig und bietet der Bank die Möglichkeit, im Fall von Zahlungsausfällen das Grundstück zu versteigern.
Die Grundschuldbestellung ist ein notarieller Akt, bei dem der Grundstückseigentümer der Belastung seines Grundstücks mit einer Grundschuld zustimmt und deren Eintragung ins Grundbuch beantragt. Dies ermöglicht es Kreditgebern, ihre Ansprüche gegenüber dem Kreditnehmer abzusichern.
Die Grundsteuer ist eine kommunale Steuer auf das Grundvermögen, die auf Basis des Einheitswertes des Grundstücks berechnet wird. Diese Steuer kann vom Eigentümer auf die Mieter umgelegt werden, falls das Grundstück vermietet ist.
Ein Grundstück ist ein klar definiertes Stück Land, das im Grundbuch eines Amtsgerichts eingetragen ist. Es kann bebaut oder unbebaut sein und umfasst sowohl den Boden als auch alle fest damit verbundenen Bestandteile wie Gebäude.
Die Gründerjahre bezeichnen eine Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71, gekennzeichnet durch umfangreiche industrielle und urbane Entwicklung, gefördert durch französische Reparationszahlungen.
Ein Gutachten dient der Ermittlung des Verkehrswerts oder Marktwerts einer Immobilie. Es wird häufig aus Gründen wie Erbauseinandersetzungen, Scheidungen, steuerlichen Bewertungen oder zur Beleihungswertermittlung angefordert. Bewertet wird nach Verfahren wie dem Sachwert-, Vergleichswert- oder Ertragswertverfahren.
Ein Gutachter oder Sachverständiger ist eine Person mit spezieller Expertise in einem Fachgebiet, der Zustände feststellt, bewertet und dokumentiert. Für Immobilienbewertungen sind häufig öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige oder zertifizierte Experten nach DIN EN ISO/IEC 17024 tätig.
Der Gutachterausschuss sammelt und analysiert Verkaufsdaten von Immobilien, um die Markttransparenz zu erhöhen. Der Ausschuss erstellt Berichte über die Immobilienpreise in einer Region, basierend auf den ihm vorliegenden Informationen.
Ein Haus ist ein Gebäude, das typischerweise dauerhaft für Wohn- oder Geschäftszwecke konstruiert ist. Es besteht aus Wänden und einem Dach und kann aus verschiedenen Materialien gebaut sein.
Das Hausgeld umfasst alle Kosten, die mit dem Betrieb und der Instandhaltung einer Wohnung oder eines Hauses verbunden sind, einschließlich Verwaltung, nicht umlagefähige Betriebskosten und Rücklagen für Instandhaltung. Bei vermieteten Einheiten können umlagefähige Kosten auf die Mieter übertragen werden.
Herstellungskosten beinhalten alle Ausgaben, die für die Errichtung eines Gebäudes anfallen. Dies schließt Material- und Arbeitskosten, Kosten für Architekten und Ingenieure, sowie alle Nebenkosten wie Notar- und Gerichtsgebühren ein.
Eine Hypothek ist ein Grundpfandrecht zur Sicherung eines Darlehens, das mit einem Grundstück verbunden ist. Hypotheken werden im Grundbuch eingetragen und ermöglichen dem Gläubiger, im Falle einer Nichtzahlung, das Grundstück zu versteigern.
Hypothekenbanken sind spezialisierte Kreditinstitute, die langfristige, grundpfandrechtlich gesicherte Darlehen vergeben. Sie refinanzieren sich hauptsächlich durch die Ausgabe von Pfandbriefen und bieten oft langfristige Festzinsdarlehen an.
Ein Hypothekenkredit ist ein durch ein Grundpfandrecht gesichertes Darlehen, bei dem das Darlehen durch die Immobilie selbst abgesichert ist. Dies führt in der Regel zu günstigeren Zinskonditionen im Vergleich zu ungesicherten Krediten.
Eine Immobilie ist ein Grundstück samt allen darauf befindlichen Bauten. Sie kann zum Wohnen, Arbeiten oder als Investition genutzt werden und ist im juristischen Sinne als unbewegliches Vermögen klassifiziert.
Die Immobilienbewertung dient der Ermittlung des Verkehrswerts oder Marktwerts einer Immobilie. In Deutschland sind das Sachwertverfahren, das Vergleichswertverfahren und das Ertragswertverfahren die gängigen Methoden, die je nach Eigenschaft und Nutzung der Immobilie angewendet werden.
Immobilienfonds investieren das Kapital der Anleger in Immobilien und sind in offene und geschlossene Fonds unterteilt. Offene Immobilienfonds erlauben jederzeit Investitionen und Rückkäufe der Anteile, während geschlossene Immobilienfonds eine feste Anzahl von Anteilen haben und das Kapital in spezifische Projekte investieren.
Ein Immobiliengutachten, auch Verkehrswertgutachten oder Marktwertgutachten genannt, schätzt den Wert eines Grundstücks, ob bebaut oder unbebaut. Es besteht aus einem beschreibenden Teil, der die Immobilie und relevante Umstände darstellt, und einem bewertenden Teil, der den geschätzten Wert angibt.
Die Indexmiete ist eine Mietform, bei der die Miete an einen Index, meist den Verbraucherpreisindex, gekoppelt ist. Steigt der Index, kann der Vermieter die Miete entsprechend anpassen. Sinkt der Index, ist er verpflichtet, die Miete zu senken. Diese Form der Miete findet häufig Anwendung in Gewerbemietverträgen.
Inflation ist die Rate, mit der das allgemeine Preisniveau von Waren und Dienstleistungen steigt, was zu einem Kaufkraftverlust des Geldes führt. Sie wird üblicherweise als jährliche Rate angegeben und beeinflusst die Wirtschaftsplanung und -politik.
Die Instandhaltungsrücklage ist Teil des Hausgeldes, das Eigentümer in einer Wohneigentümergemeinschaft zahlen. Sie dient dazu, notwendige Reparaturen und Instandhaltungen zu finanzieren, um den Wert und die Substanz der Immobilie zu erhalten.
Ein Investment bezeichnet die Anlage von Kapital in unterschiedlichen Formen, sei es in Sachwerte wie Immobilien oder in Finanzprodukte wie Aktien und Anleihen, mit dem Ziel, Rendite zu erzielen und das Vermögen zu mehren.
Ein Investmentfonds sammelt Kapital vieler Anleger, um es gemeinschaftlich in ein diversifiziertes Portfolio von Wertpapieren oder anderen Anlagegütern zu investieren. Der Fonds wird von einem professionellen Fondsmanager verwaltet.
Der Jahresabschluss eines Unternehmens umfasst die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des vergangenen Geschäftsjahres und dient der Darstellung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens. Bei Aktiengesellschaften ist der Jahresabschluss von einem Wirtschaftsprüfer zu prüfen.
Der Jugendstil ist eine kunstgeschichtliche Epoche um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, die durch organische Formen und fließende Linien in Architektur, Grafik, Malerei und angewandter Kunst gekennzeichnet ist.
Kapital bezieht sich auf die finanziellen Ressourcen, die für wirtschaftliche Aktivitäten eingesetzt werden, wie Eigenkapital (selbst eingebrachtes Vermögen) und Fremdkapital (geliehene Mittel).
Eine Kapitalanlage ist eine Investition von Geldmitteln in unterschiedliche Anlageformen, um Wertsteigerung und/oder Einkünfte zu erzielen, wie zum Beispiel in Immobilien, Aktien oder Anleihen.
Die Kapitallebensversicherung kombiniert Risikoschutz mit einem Sparplan. Sie zahlt bei Ablauf oder im Todesfall eine vereinbarte Summe aus. Oft wird sie zur Altersvorsorge oder zur Absicherung von Darlehen verwendet.
Die Kappungsgrenze im Mietrecht begrenzt Mieterhöhungen auf maximal 20% innerhalb von drei Jahren. In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt können strengere Regelungen gelten, um die Mietpreissteigerung weiter zu begrenzen.
Das Katasteramt, auch Vermessungsamt genannt, ist zuständig für die Erfassung und Verwaltung von Grundstücksdaten. Es stellt amtliche Dokumente wie Lagepläne und Flurstücknachweise aus, die für Transaktionen und Planungen notwendig sind.
Katasterpapiere sind amtliche Dokumente, die detaillierte Informationen zu Grundstücken enthalten, wie Abmessungen, Lage und Nutzung. Sie sind für die rechtliche Absicherung von Grundstückstransaktionen unerlässlich.
Kaufnebenkosten sind zusätzliche Kosten, die beim Erwerb einer Immobilie neben dem eigentlichen Kaufpreis anfallen. Diese beinhalten die Grunderwerbsteuer, Notargebühren für den Kauf und die Grundschuldbestellung, Eintragungskosten bei den Ämtern und, falls beteiligt, Maklercourtage.
Der Kaufpreis einer Immobilie ist der Betrag, der zwischen Käufer und Verkäufer beim Kauf einer Immobilie vereinbart wird. Der Kaufpreis wird im Kaufvertrag festgehalten und basiert auf verschiedenen Faktoren wie Baujahr, Ausstattung, Zustand und Lage der Immobilie.
Die Kaufpreissammlung ist eine Sammlung von Daten über getätigte Immobilienkäufe, die von den Gutachterausschüssen geführt wird. Diese Daten sind essentiell für die sachkundige Ermittlung von Vergleichswerten bei Immobilienbewertungen.
Ein Kaufvertrag ist ein rechtlich bindender Vertrag, der den Übergang des Eigentums einer Sache, wie einer Immobilie, regelt. Bei Immobilien muss der Kaufvertrag notariell beurkundet werden.
Ein Keller ist ein unterirdisches oder teilweise unterirdisches Stockwerk eines Hauses, das typischerweise zur Aufbewahrung oder als zusätzlicher Wohnraum genutzt wird.
Die Kinderzulage war ein Bestandteil der staatlichen Eigenheimzulage, die bis 2005 gewährt wurde, um den Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum finanziell zu unterstützen.
Die Konditionen eines Darlehens umfassen die Bedingungen, unter denen ein Darlehen gewährt wird, einschließlich Zinssatz, Auszahlungskurs, Zinsbindungsdauer, Tilgungssätze und etwaige Gebühren.
Konditionsanpassung bezieht sich auf die Neufestsetzung der Kreditbedingungen nach Ablauf der Zinsbindungsfrist. Die neuen Konditionen orientieren sich meist an den aktuellen Kapitalmarktzinsen.
Die Kostenmiete ist ein Mietzins, der in der sozialen Wohnraumförderung angewandt wird und genau die tatsächlichen Bewirtschaftungs- und Finanzierungskosten deckt. Sie ist besonders bei staatlich geförderten Wohnprojekten relevant.
Der Kostenverteilungsschlüssel legt fest, wie die Betriebskosten einer Immobilie auf die Mieter verteilt werden. Häufige Schlüssel basieren auf Miteigentumsanteilen, Wohnfläche oder Personenzahl.
Ein Kredit ist ein Geldbetrag, der einer Person oder einem Unternehmen leihweise zur Verfügung gestellt wird, üblicherweise gegen Zinszahlungen.
Der Kreditbedarf ist die Summe, die zur Finanzierung eines Vorhabens, wie dem Kauf einer Immobilie, benötigt wird.
Die Kreditwürdigkeit, auch Bonität genannt, ist ein Maß dafür, wie vertrauenswürdig ein Kreditnehmer hinsichtlich der Rückzahlung eines Darlehens eingeschätzt wird.
Die Kündigung eines Darlehens ist die formelle Beendigung des Darlehensvertrages durch den Darlehensnehmer oder -geber. Bei Hypotheken ist eine Kündigung durch die Bank unter Einhaltung der Vertragsbedingungen nicht möglich, jedoch kann der Darlehensnehmer unter bestimmten Umständen kündigen.
Ein landesverbürgtes Darlehen ist Teil der öffentlichen Förderung des Wohnungsbaus, wobei das Darlehen durch das Bundesland abgesichert wird.
Ein langfristiger Kredit hat eine Laufzeit, die mehrere Jahre bis Jahrzehnte umfassen kann. Typische Beispiele sind Baufinanzierungen und Hypothekendarlehen.
Die Laufzeit eines Darlehens ist der Zeitraum von der Auszahlung bis zur vollständigen Rückzahlung. Bei Hypothekenbanken sind Laufzeiten von etwa 30 Jahren üblich, was die monatliche Belastung reduziert. Die Laufzeit ist nicht zu verwechseln mit der Zinsfestschreibung, die den Zeitraum definiert, für den ein fester Zinssatz gilt.
Der Leitzins ist ein von der Zentralbank festgelegter Zinssatz, der beeinflusst, zu welchen Konditionen sich Banken Geld leihen können. Dieser Zins hat wesentlichen Einfluss auf die Kredit- und Anlagezinsen in der Wirtschaft.
Bei Immobilieninvestitionen spricht man von Liebhaberei, wenn keine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt, sondern die Immobilie aus persönlichen Gründen erworben wird. In diesem Fall erkennt das Finanzamt die Kosten nicht als abzugsfähig an.
Das Liegenschaftsbuch ist ein amtliches Verzeichnis, das alle Grundstücke eines Amtsgerichtsbezirks umfasst. Es dient der rechtlichen Sicherheit und der Transparenz in Bezug auf Eigentumsverhältnisse und Belastungen.
Der Liegenschaftszins ist eine wichtige Kennzahl im Ertragswertverfahren zur Immobilienbewertung. Er zeigt den durchschnittlichen Zinssatz, mit dem Grundstücke je nach Art und Lage verzinst werden und beeinflusst direkt den ermittelten Ertragswert einer Immobilie.
Für Altbauten, die ganz oder teilweise vermietet sind, können über 50 Jahre jährlich 2 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Gebäudes von den Einkünften abgesetzt werden. Für Gebäude, die vor 1925 erbaut wurden, sind es über 40 Jahre jährlich 2,5 Prozent.
Eine Loggia ist ein architektonisches Element, das in das Gebäude integriert und von mindestens drei Seiten umschlossen ist. Sie bietet gegenüber einem Balkon besseren Schutz vor Wettereinflüssen und erweitert den Wohnraum.
Eine Löschungsbewilligung ist die Zustimmung eines Gläubigers, üblicherweise einer Bank, zur Löschung einer Grundschuld im Grundbuch, nachdem das Darlehen vollständig zurückgezahlt wurde. Dies ermöglicht dem Eigentümer, die Immobilie frei von Belastungen zu halten.
Eine Maisonette-Wohnung erstreckt sich über zwei oder mehr Etagen und befindet sich oft in den oberen Geschossen eines Mehrfamilienhauses, ähnlich einem kleinen Haus im Haus.
Ein Immobilienmakler vermittelt zwischen Eigentümern und Interessenten beim Kauf oder der Miete von Immobilien. Für seine Dienstleistungen erhält der Makler eine Provision, die in Deutschland üblicherweise als Courtage bezeichnet wird.
Eine Mansardenwohnung befindet sich im Dachgeschoss eines Gebäudes. Der Begriff geht zurück auf den französischen Architekten J. Hardouin-Mansart, der als einer der ersten Dachgeschosse bewohnbar gestaltete. Mansardenwohnungen zeichnen sich oft durch charakteristische Dachschrägen aus.
Die Marge repräsentiert die Differenz zwischen den gesamten Kosten eines Objekts (inklusive Kaufpreis, Nebenkosten und möglichen Renovierungen) und dem erzielten Verkaufspreis. Sie zeigt den Profit oder die Gewinnspanne, die aus dem Handel mit Immobilien resultiert.
Ein Mehrfamilienhaus ist eine Immobilie, die mehr als zwei Wohnungen enthält und hauptsächlich für Wohnzwecke verwendet wird. Häuser mit weniger als drei Wohneinheiten werden als Einfamilien- oder Zweifamilienhäuser eingestuft. Für die Wertermittlung dieser Immobilien ist es entscheidend, die richtige Bewertungsmethode zu wählen: Sachwertverfahren oder Vergleichswertverfahren werden typischerweise bei Ein- und Zweifamilienhäusern angewandt, während bei Mehrfamilienhäusern oft das Ertragswertverfahren zum Einsatz kommt.
Ein Mietaufhebungsvertrag erlaubt die Beendigung eines Mietverhältnisses vor Ablauf der üblichen Kündigungsfristen, sofern Mieter und Vermieter sich darauf einigen. Dieser Vertrag ist optional und erfordert die Zustimmung beider Parteien.
Die Miete ist der Betrag, den ein Mieter für die zeitlich befristete Nutzung von Wohn- oder Geschäftsräumen zahlt. Der Vermieter überlässt dem Mieter diese Räumlichkeiten zur Nutzung, und als Gegenleistung entrichtet der Mieter die vereinbarte Miete.
Wenn ein Mehrfamilienhaus in einzelne Eigentumswohnungen umgewandelt und verkauft wird, besitzt der Mieter ein Vorkaufsrecht für seine Wohnung. Der Mieter muss über den Verkauf und sein Vorkaufsrecht informiert werden. Wenn er dieses Recht ausüben möchte, muss er zu den gleichen Konditionen wie der Drittkäufer kaufen und dies innerhalb von zwei Monaten erklären, sonst verfällt das Vorkaufsrecht.
Eine Verzichtserklärung auf das Mietervorkaufsrecht beschleunigt den Verkaufsprozess einer Wohnung, indem der Mieter auf sein Recht verzichtet, die Wohnung zu den Bedingungen des Drittangebots zu kaufen. Diese Erklärung wird üblicherweise eingeholt, nachdem die notarielle Urkunde über den Kaufvertrag dem Mieter vorgelegt wurde. Frühere Erklärungen sind unwirksam und der Verkäufer haftet für daraus resultierende Schäden 30 Jahre lang gegenüber dem Mieter.
Die Mietflächenberechnung hilft dabei, die genaue Größe der gemieteten Fläche zu bestimmen, um den Mietpreis festzulegen. Dabei werden verschiedene Teile der Wohnung oder des Büros wie Zimmer, Flure und Gemeinschaftsflächen einbezogen. Ziel ist es, klar und fair festzustellen, wie viel Platz wirklich genutzt wird. So kann der Mietpreis gerecht berechnet werden, basierend auf der tatsächlichen Fläche. Diese Methode sorgt für Transparenz zwischen Vermieter und Mieter.
Die Mietfläche ist der Teil der Immobilie, der einem Mieter zur Nutzung überlassen wird. Bei der Berechnung wird zwischen Wohn- und Nichtwohnzwecken unterschieden. Für Wohnzwecke wird in Deutschland die Wohnfläche gemäß der Wohnflächenverordnung berechnet. Bei gewerblichen Flächen werden oft die DIN 277 oder die Richtlinien der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung angewendet.
Eine Mietminderung ist eine Reduzierung der Miete aufgrund von Mängeln, die den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache beeinträchtigen. Der Mieter hat das Recht, die Miete entsprechend zu mindern, bis der Mangel behoben ist.
Die Mietpreisbremse begrenzt die Miethöhe bei Neuvermietungen von Bestandswohnungen in angespannten Wohnungsmärkten auf die ortsübliche Vergleichsmiete plus zehn Prozent. Neubauten und umfassend modernisierte Wohnungen sind von dieser Regelung ausgenommen.
Die Mietrendite zeigt das Verhältnis zwischen den jährlichen Mieterträgen und den Investitionskosten einer Immobilie. Sie wird als Bruttomietrendite berechnet, indem die Jahresnettokaltmiete zum Kaufpreis ins Verhältnis gesetzt wird.
Der Mietspiegel dokumentiert die ortsüblichen Mieten basierend auf Faktoren wie Wohnungsg Größe, Lage und Ausstattung. Er dient Vermietern als Orientierungshilfe für angemessene Mietpreise und wird regelmäßig aktualisiert.
Ein Mietvertrag ist eine rechtliche Vereinbarung zwischen einem Vermieter und einem Mieter, welche die Konditionen für die Nutzung einer Immobilie festlegt. Wohnraummietverhältnisse sind in den §§ 549 bis 577 des Bürgerlichen Gesetzbuchs geregelt, während gewerbliche Mietverhältnisse nur eingeschränkt diesen Vorschriften unterliegen.
Die Mietverwaltung kümmert sich um die Belange einzelner Mieter innerhalb einer Eigentumswohnung, während die WEG-Verwaltung das gemeinschaftliche Eigentum verwaltet und sich um übergeordnete Verwaltungsaufgaben kümmert.
Mietzins ist ein traditioneller Begriff für die Miete und bezeichnet die regelmäßigen Zahlungen, die ein Mieter an den Vermieter für die Nutzung von Wohn- oder Geschäftsräumen leistet. Dieser Ausdruck wird häufig synonym zu ""Miete"" verwendet und kann als Entgelt für das Recht angesehen werden, eine Immobilie für einen bestimmten Zeitraum zu bewohnen oder gewerblich zu nutzen. Der Mietzins wird im Mietvertrag festgelegt und ist üblicherweise monatlich fällig.
Miteigentumsanteile sind definierte Bruchteile am Gemeinschaftseigentum einer Immobilienanlage, die in der Regel nach der Größe der jeweiligen Wohnfläche berechnet werden. Diese Anteile sind maßgeblich für die Aufteilung von Kosten wie Instandhaltungsrücklagen und beeinflussen ebenfalls die Stimmrechte in der Eigentümerversammlung. Wenn beispielsweise für Dachreparaturen Kosten in Höhe von 10.000 Euro anfallen, würde ein Miteigentumsanteil von 20% dazu führen, dass auf die betreffende Wohnung 2.000 Euro dieser Kosten entfallen.
Ein Mitschuldner ist jemand, der zusammen mit einem oder mehreren weiteren Schuldner(n) eine Verbindlichkeit eingeht. In der Immobilienfinanzierung tritt der Ehepartner oft als Mitschuldner auf, was bedeutet, dass er genauso voll haftet wie der Hauptkreditnehmer.
Modernisierung in der Immobilienbranche zielt darauf ab, den Wohn- oder Nutzwert eines Gebäudes zu steigern. Beispielsweise kann dies durch das Umgestalten von Grundrissen, Aufwerten von Ausstattungen oder Verbessern der Energieeffizienz erreicht werden. Modernisierungen sind von Renovierungen zu unterscheiden, da letztere eher der Erhaltung des Zustands dienen. Die Finanzierung von Modernisierungen erfolgt oft durch spezielle Darlehen oder Förderprogramme. Die durch Modernisierung entstehenden Kosten können unter bestimmten Umständen auf die Mieter umgelegt werden.
Eine Mängelrüge wird ausgesprochen, wenn eine Ware oder Dienstleistung den vertraglichen oder gesetzlichen Anforderungen nicht entspricht. Die Rüge sollte schriftlich erfolgen und eine angemessene Frist zur Behebung der Mängel setzen.
Die Nachbindungsfrist ist der Zeitraum nach der Rückzahlung öffentlicher Fördermittel für eine Immobilie, in dem bestimmte Auflagen weiterhin eingehalten werden müssen, wie beispielsweise die Beschränkung der Miethöhe auf die sogenannte Kostenmiete. Diese Frist beträgt in der Regel zehn Jahre ab dem Zeitpunkt der Ablösung der Fördermittel.
Nachfinanzierung wird notwendig, wenn während eines Bauprojekts die ursprünglich geplanten Kosten überschritten werden und zusätzliche Mittel benötigt werden. Sie kann auch entstehen, wenn nach Abschluss der Erstfinanzierung weitere Mittel für Modernisierungen oder andere Investitionen erforderlich sind. Die Aufnahme einer Nachfinanzierung wird von Kreditinstituten kritisch geprüft, da sie oft als Risikoerhöhung angesehen wird.
Der Nachrang beschreibt die Position eines Rechts im Grundbuch hinter bereits eingetragenen Rechten. In einer Zwangsversteigerung werden Gläubiger entsprechend ihrem Rang im Grundbuch bedient. Das bedeutet, dass nachrangige Gläubiger im Falle eines Verkaufserlöses, der nicht ausreicht, um alle Forderungen zu bedienen, unter Umständen keine Auszahlung erhalten. Ein nachrangiges Darlehen birgt daher ein höheres Risiko für den Gläubiger.
Nachrangfinanzierung bezieht sich auf ein Darlehen, das im Rang hinter bereits bestehenden Grundpfandrechten abgesichert wird, typischerweise über den ersten Beleihungsraum hinaus. Aufgrund des höheren Risikos für den Darlehensgeber werden solche Finanzierungen zu höheren Zinsen als erstrangige Darlehen angeboten. Im Fall einer Zwangsversteigerung werden Gläubiger nach der Rangfolge ihrer Eintragungen im Grundbuch befriedigt, wobei nachrangige Gläubiger ein höheres Ausfallrisiko tragen.
Nebenkosten sind die vom Mieter zusätzlich zur Kaltmiete zu tragenden Betriebskosten. Dazu gehören Kosten für Allgemeinstrom, Entwässerung, Heizung, Wasser, Müllabfuhr, Hausmeisterdienste und viele weitere. Nicht umlagefähig sind Kosten für Instandhaltung, Kontoführungsgebühren und Verwaltergebühren. Die Nebenkosten werden jährlich abgerechnet, wobei der Mieter eine Vorauszahlung leistet, die nach der tatsächlichen Abrechnung angepasst wird.
Dies ist ein Betrag, den der Mieter zusätzlich zur Kaltmiete für voraussichtliche Nebenkosten zahlt. Nach der Jahresabrechnung des tatsächlichen Verbrauchs wird über zu viel oder zu wenig gezahlte Beträge abgerechnet, was zu Nachzahlungen oder Rückzahlungen führen kann. Bei signifikanten Änderungen der Betriebskosten kann eine Anpassung der Vorauszahlungen notwendig werden, um hohe Nachzahlungen zu vermeiden.
Nebenleistungen umfassen alle zusätzlichen Zahlungsverpflichtungen des Darlehensnehmers neben Zinsen und Tilgung, wie z.B. Bereitstellungszinsen und Schätzgebühren, die oft für die Bereithaltung nicht sofort abgerufener Darlehensbeträge oder für die Bewertung der finanzierten Immobilie anfallen.
Der Nennbetrag oder Nominalbetrag bezeichnet den auf Wertpapieren oder Darlehensverträgen ausgewiesenen Betrag, der den Grundwert der Anlage oder des Darlehens angibt, ohne Zinsen oder andere zusätzliche Kosten zu berücksichtigen.
Dies ist eine Gebühr, die fällig wird, wenn ein Darlehensnehmer ein zugesichertes Darlehen nicht in Anspruch nimmt. Die Bank berechnet diese Entschädigung, um Verluste zu decken, die durch die bereits erfolgte Kapitalbeschaffung entstehen, insbesondere wenn die Mittel für das Darlehen bereits auf dem Markt beschafft wurden.
Der Nießbrauch ist eine besondere Form der Belastung einer Sache (zum Beispiel eines Grundstücks), die es dem Berechtigten erlaubt, alle Nutzungen aus der Sache zu ziehen. Der Berechtigte darf die Immobilie bewohnen oder die Einnahmen aus einer Vermietung für sich beanspruchen. Der Nießbrauch ist nicht übertragbar und erlischt meist mit dem Tod des Berechtigten.
Der Nominalbetrag ist die im Darlehensvertrag festgelegte Summe, die der Darlehensnehmer erhält. Oft liegt der tatsächlich ausgezahlte Betrag unter diesem Nominalbetrag aufgrund eines abweichenden Auszahlungskurses.
Der Nominalzins ist der Zinssatz, der auf den Darlehensbetrag angewendet wird und nicht den Effektivzins darstellt. Der Effektivzins inkludiert zusätzlich diverse Gebühren und ist daher für einen umfassenden Vergleich verschiedener Darlehensangebote aussagekräftiger.
Ein Notar ist ein Jurist, der für die Beurkundung von Rechtsgeschäften wie Immobilientransaktionen zuständig ist. In Deutschland müssen Immobiliengeschäfte notariell beurkundet werden, um gültig zu sein.
Ein Notaranderkonto ist ein spezielles Konto, das von einem Notar verwaltet wird, um Gelder treuhänderisch für kurze Zeit zu halten. Bei Immobilienkäufen sichert dieses Konto, dass der Kaufpreis erst dann an den Verkäufer ausgezahlt wird, wenn alle Bedingungen erfüllt sind.
Die Notarbestätigung ist eine Erklärung des Notars gegenüber der finanzierenden Bank, dass der Eintragung einer Grundschuld nichts im Wege steht. Dies ermöglicht die Darlehensauszahlung, noch bevor die Grundschuld formal im Grundbuch eingetragen ist.
Notargebühren sind Teil der Nebenkosten beim Immobilienkauf und umfassen die Kosten für die Erstellung des Kaufvertrags, dessen Beurkundung und die Abwicklung des Kaufs im Grundbuch.
Bei einer notariellen Beglaubigung bestätigt der Notar die Echtheit einer Unterschrift auf einem Dokument, ohne den Inhalt des Dokuments rechtlich zu prüfen.
Die notarielle Beurkundung ist ein formeller Vorgang, bei dem ein Notar wichtige Rechtsgeschäfte wie Grundstückskaufverträge oder Grundschuldbestellungen dokumentiert und ihre Gültigkeit sicherstellt.
Die Nutzfläche ist jener Teil eines Gebäudes, der gemäß seiner Zweckbestimmung genutzt wird und wird nach der DIN 277 berechnet. Sie umfasst alle Flächen, die der Nutzung des Gebäudes dienen, ausschließlich der Verkehrsfläche.
Die Art und Weise, wie eine Immobilie verwendet wird, bestimmt maßgeblich ihren Charakter. Ist jede Nutzung erlaubt, können beispielsweise Geschäfte, Praxen oder Restaurants entstehen. Es ist entscheidend, vor dem Kauf zu prüfen, ob die gewünschte Nutzung mit der Gemeinschaftsordnung übereinstimmt, besonders wenn die Immobilie ausschließlich Wohnzwecken dienen soll.
Umgangssprachliche Bezeichnung für eine Immobilie oder ein Beleihungsobjekt.
Ein spezifisches Darlehen, das zur Finanzierung einer Immobilie dient und durch eine Grundschuld an dieser Immobilie gesichert ist.
Ein Begriff aus der ehemaligen Eigenheimzulage, der besagt, dass jeder Bürger nur einmal im Leben für den Erwerb von selbstgenutztem Wohnraum eine staatliche Förderung erhalten kann.
Staatliche Unterstützung des Wohnungsbaus durch zinsgünstige Darlehen, Zuschüsse und Bürgschaften, oft einkommensabhängig. Informationen hierzu bieten lokale Wohnungswesenämter.
Ermöglicht Eigentümern, spätere Anpassungen in der Eigentümergemeinschaft ohne umfassende neue Beurkundungen vorzunehmen.
Förderfähige Baumaßnahmen, die besonders umweltfreundlich sind und früher durch die Eigenheimzulage unterstützt wurden.
Ein Vertragsverhältnis, bei dem der Pächter neben der Nutzung des gepachteten Gegenstands auch die Früchte des Gegenstands nutzen darf, wie etwa Erträge aus Landwirtschaft oder Gastronomie.
Vertragliche Vereinbarung, die einem Pächter die Nutzung und die Fruchtziehung eines Gegenstands gegen Zahlung eines Entgelts erlaubt.
Wohn- oder Geschäftseinheit im obersten Stock eines Gebäudes, oft luxuriös ausgestattet und mit großzügiger Terrasse.
Ein von Hypothekenbanken ausgegebenes Wertpapier, das zur Finanzierung von Darlehen dient. Es ist durch Immobilien oder andere Grundstücke gedeckt und gilt als sichere Anlageform.
Eine Regelung im Rahmen des Verbraucherschutzes, die vorschreibt, wie Preise für Waren und Dienstleistungen transparent und nachvollziehbar auszuweisen sind. Zusätzlich wird durch diese Verordnung geregelt, wie der Effektivzins für Kredite zu berechnen ist, um Konsumenten eine klare Vergleichsgrundlage zu bieten.
Ein Darlehensmodell, das primär für persönliche Anschaffungen wie Elektronik oder Urlaube genutzt wird. Dieser Kredit wird aufgrund der fehlenden Sicherheiten und dem Fokus auf die Bonität des Kreditnehmers in der Regel zu höheren Zinssätzen als ein durch Immobilien gesicherter Kredit angeboten.
Die Verlängerung der Laufzeit eines Kredites nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Zinsbindung. Bei einer Prolongation werden neue Zinskonditionen festgelegt, ohne dass der Kredit an einen anderen Darlehensgeber übertragen wird.
Im Immobiliensektor bezeichnet die Provision oder Courtage den Betrag, den ein Käufer oder Verkäufer eines Grundstücks an den vermittelnden Makler als Prozentsatz des Kaufpreises zahlt. Seit dem 23. Dezember 2020 gibt es neue Regelungen, die durch das Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Wohnimmobilien die Aufteilung der Maklerprovision zwischen Käufer und Verkäufer neu ordnen.
Eine Rangbescheinigung, ausgestellt durch einen Notar, bestätigt die Reihenfolge der Belastungen im Grundbuch, die für die Abwicklung von Ansprüchen im Falle einer Zwangsvollstreckung maßgeblich ist.
Die Rangstelle definiert die Priorität verschiedener im Grundbuch eingetragener Belastungen, welche die Reihenfolge bestimmt, in der Gläubiger aus dem Erlös einer Zwangsversteigerung befriedigt werden. Dies ist entscheidend, wenn der Verkaufserlös nicht ausreicht, um alle Schulden zu decken.
Ein Realkredit, auch bekannt als Hypothekenkredit, ist ein durch Immobilien gesichertes Darlehen, das hauptsächlich für den Kauf von Grundstücken oder Gebäuden verwendet wird.
Realkreditinstitute, oft Hypothekenbanken genannt, sind spezialisierte Banken, die Realkredite vergeben. Sie finanzieren diese Kredite typischerweise durch die Ausgabe von Pfandbriefen.
Refinanzierung bezeichnet den Prozess, bei dem Banken Geld aufnehmen, um Kredite an Kunden vergeben zu können. Dies geschieht oft durch den Verkauf von Wertpapieren wie Pfandbriefen, die durch Immobilien gesichert sind.
Der Reinertrag bezeichnet die Einnahmen aus einer Immobilie nach Abzug aller laufenden Bewirtschaftungskosten. Er wird berechnet, indem man vom Rohertrag, also den Gesamteinnahmen aus Miete und anderen Nutzungserlösen, die notwendigen Kosten für Verwaltung, Instandhaltung und ähnliche Ausgaben subtrahiert. Dieser Wert gibt also an, wie viel effektiv von den Einkünften nach Deckung aller Ausgaben übrig bleibt. Der Begriff ist besonders wichtig im Zusammenhang mit der Immobilienbewertung, speziell im Ertragswertverfahren.
Rendite bezeichnet den Ertrag einer Kapitalanlage, ausgedrückt in Prozent pro Jahr. Sie zeigt, wie effektiv das eingesetzte Kapital Gewinn erwirtschaftet. Die Formel zur Berechnung lautet: (jährlicher Ertrag / eingesetztes Kapital) x 100.
Eine Renovierung beinhaltet die Instandsetzung und das Aufwerten von abgenutzten oder beschädigten Teilen eines Gebäudes oder dessen Innenausstattung. Typische Maßnahmen umfassen das Verlegen neuer Bodenbeläge, das Streichen und Tapezieren von Wänden sowie den Austausch von Sanitäreinrichtungen. Renovierung unterscheidet sich von Sanierung und Modernisierung, da sie oft weniger umfangreich ist und primär der Auffrischung dient.
Die Renovierungsklausel in einem Mietvertrag bezieht sich auf die Pflicht des Mieters zur Durchführung von Schönheitsreparaturen. Diese Klausel definiert, welche Renovierungsarbeiten während und am Ende der Mietzeit vom Mieter zu übernehmen sind.
Die Reparaturklausel regelt, wer für Reparaturen in einer Wohnimmobilie verantwortlich ist. Normalerweise ist der Vermieter für größere Instandhaltungen zuständig, aber Kleinreparaturen bis zu einem bestimmten Betrag (z.B. 80 Euro) können auf den Mieter umgelegt werden. Jahresgrenzen für Reparaturkosten, wie etwa sieben Prozent der Jahresnettomiete, werden oft festgelegt, um die Gültigkeit der Klausel zu sichern. Bei gewerblichen Immobilien gibt es mehr Freiheiten in der Vertragsgestaltung, sodass die Parteien flexibler festlegen können, wer für Reparaturen aufkommt.
Die Restnutzungsdauer ist nach Nach § 4 Abs. 3 ImmoWertV die geschätzte Zeitspanne, in der eine Immobilie noch wirtschaftlich nutzbar ist, unter der Voraussetzung angemessener Instandhaltung und Bewirtschaftung. Diese Dauer variiert je nach Art des Objekts, dessen Zustand und den durchgeführten Instandsetzungen oder Modernisierungen. Vernachlässigungen in der Instandhaltung können die Restnutzungsdauer verkürzen.
Die Restschuld ist der Betrag eines Darlehens, der zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht zurückgezahlt wurde. Die Höhe der Restschuld wird anhand des Tilgungsplans des Darlehens bestimmt und zeigt, wie viel noch vom ursprünglichen Kreditbetrag offen ist.
Eine Risikolebensversicherung bietet finanziellen Schutz im Todesfall des Versicherten. Die Versicherung zahlt den Hinterbliebenen oder einer vertraglich festgelegten Person eine zuvor bestimmte Summe aus. Dies ist besonders wichtig für Familien, die finanzielle Verpflichtungen, wie große Kredite, absichern möchten, falls der Hauptverdiener unerwartet verstirbt.
Nach § 31 Abs. 2 der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) ist der Rohertrag die Summe der Einkünfte aus einem Grundstück, die unter normalen Bedingungen durch dessen Nutzung erzielt werden können. Dies umfasst beispielsweise Mieteinnahmen aus einem Mehrfamilienhaus oder einem Gewerbeobjekt.
Die Räumung oder Zwangsräumung ist ein Vorgang, der durch den Gerichtsvollzieher auf Antrag eines Gläubigers, wie zum Beispiel des Vermieters, durchgeführt wird, wenn der Mieter oder Schuldner das Objekt nicht freiwillig verlässt. Der Gerichtsvollzieher ist dabei ermächtigt, unmittelbaren Zwang anzuwenden, was das Aufbrechen von Schlössern und, falls notwendig, die physische Entfernung des Mieters oder Schuldners einschließt.
Eine Räumungsklage wird vom Vermieter eingereicht, wenn ein Mieter die Immobilie nach einer Kündigung nicht verlässt. Diese Klage ermöglicht es dem Vermieter, einen gerichtlichen Beschluss zu erhalten, der die Räumung der Immobilie durch einen Gerichtsvollzieher erlaubt.
Rückgewähransprüche sind die Rechte eines Grundstückseigentümers gegenüber der Bank, die Übertragung oder Löschung einer Grundschuld zu verlangen, sobald die damit gesicherten Verbindlichkeiten, wie ein aufgenommenes Darlehen, beglichen oder verringert sind.
Ein Rücktritt vom Darlehensvertrag ist eine einseitige Entscheidung der Bank, einen noch nicht ausgezahlten Kreditvertrag zu kündigen, wenn die Voraussetzungen für die Auszahlung nicht innerhalb der festgelegten Frist erfüllt werden. In solchen Fällen kann die Bank eine Entschädigung für die Nichtabnahme des Darlehens, bekannt als Nichtabnahmeentschädigung, fordern.
Die Rückzahlung eines Darlehens, auch als Tilgung bekannt, ist der Prozess des Zurückzahlens des geliehenen Kapitals, oft in regelmäßigen Raten über die Laufzeit des Kredits.
Die SCHUFA, Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, ist eine Einrichtung, die von deutschen Kreditinstituten und kreditgebenden Wirtschaftsunternehmen genutzt wird. Sie sammelt Informationen zur Kreditwürdigkeit von Verbrauchern, um ihre Mitgliedsinstitute vor Kreditverlusten zu schützen und Kreditnehmer vor übermäßiger Verschuldung zu bewahren. Die SCHUFA stellt diese Daten unter strengen Datenschutzauflagen zur Verfügung. Jeder hat das Recht, einmal jährlich kostenlos seine SCHUFA-Daten einzusehen. Ein niedriger Bonitätsscore kann die Finanzierung einer Immobilie erschweren.
Ein Sachverständiger oder Gutachter ist ein Experte mit speziellem Fachwissen in einem bestimmten Bereich. Diese Fachleute werden häufig für Bewertungen herangezogen, etwa um den Wert einer Immobilie zu bestimmen. Sie erstellen Gutachten, die bei rechtlichen, finanziellen oder kommerziellen Entscheidungen von entscheidender Bedeutung sein können. In Deutschland ist der Titel ""Sachverständiger"" nicht gesetzlich geschützt, was bedeutet, dass jeder diesen Titel verwenden könnte, ohne die nötige Expertise zu haben. Daher ist es besonders wichtig, auf qualifizierte und zertifizierte Sachverständige zurückzugreifen.Bei der CERTA GmbH, setzen wir ausschließlich zertifizierte Sachverständige ein. Diese Experten sind entweder öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Immobilienbewertung oder nach DIN EN ISO/IEC 17024 zertifiziert. Diese Zertifizierungen garantieren, dass unsere Fachleute ihre Kompetenz durch strenge Prüfungen nachgewiesen haben und regelmäßigen Kontrollen ihrer Qualifikationen unterliegen. Dies stellt sicher, dass unsere Kunden stets präzise und verlässliche Bewertungen erhalten, die den aktuellen Marktwerten und rechtlichen Anforderungen entsprechen. Durch die Arbeit mit zertifizierten Sachverständigen bietet CERTA GmbH ihren Kunden nicht nur Sicherheit, sondern auch das Vertrauen, dass ihre Immobilienbewertungen auf solidem Fachwissen und anerkannten Standards basieren.
Der Sachwert einer Immobilie setzt sich aus dem Gebäudewert und dem Bodenwert zusammen. Der Gebäudewert wird auf Basis der Baukosten, angepasst um Faktoren wie Abnutzung und den aktuellen Zustand des Gebäudes, ermittelt. Der Bodenwert berücksichtigt die dauerhaft erzielbaren Preise für Grundstücke ähnlicher Art und Lage.
Das Sachwertverfahren ist eine Methode zur Bewertung von Immobilien, bei der vor allem die Herstellungskosten des Gebäudes berücksichtigt werden. Diese Kosten werden um Faktoren wie Alter und Abnutzung der Immobilie angepasst. Zum ermittelten Gebäudewert wird der Bodenwert des Grundstücks hinzugerechnet, um den gesamten Sachwert der Immobilie zu bestimmen.
Sanierung bezieht sich auf umfangreiche Maßnahmen zur Modernisierung oder Umgestaltung einer Immobilie, die oft den teilweisen Abriss oder Umbau sowie die Erneuerung wesentlicher Infrastrukturen wie Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen umfasst. Sanierungen zielen darauf ab, eine Immobilie grundlegend zu verbessern und langfristig deren Nutz- und Lebenswert zu erhöhen. Dies unterscheidet sich von einer Renovierung, die sich auf kosmetische Verbesserungen beschränkt, und von einer Modernisierung, die sich auf technische Updates und Energieeffizienz konzentriert.
Eine Schenkung ist die freiwillige, unentgeltliche Übertragung von Vermögenswerten von einer Person zu einer anderen. Beide Parteien stimmen überein, dass kein finanzieller Ausgleich erfolgt. Schenkungen können verschiedene Formen annehmen, darunter Geld, Immobilien oder wertvolle Gegenstände.
Die Schenkungssteuer ist eine Steuer, die auf den Wert einer Schenkung erhoben wird, wenn der Wert der Schenkungen zwischen denselben Personen innerhalb von zehn Jahren einen festgelegten Freibetrag überschreitet. Diese Steuer variiert je nach dem Verwandtschaftsgrad zwischen Geber und Empfänger sowie dem Wert der Schenkung.
Der Schuldzinsabzug erlaubt es, Zinsen für Darlehen, die für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung aufgenommen wurden, steuerlich als Werbungskosten geltend zu machen. Diese Möglichkeit besteht jedoch nicht für Zinsen von Darlehen einer selbst genutzten Immobilie. Die Absetzbarkeit hängt von der Erzielung von Einnahmen und der Absicht, Gewinn zu erzielen, ab.
Bei einer Schuldübernahme tritt ein neuer Darlehensnehmer unter Zustimmung aller Vertragsparteien in die Rechte und Pflichten eines bestehenden Darlehensvertrages ein. Dies ist häufig der Fall beim Kauf von Immobilien, wo der Käufer die bestehende Finanzierung des Verkäufers übernimmt. Eine Zustimmung der finanzierenden Bank ist erforderlich, weshalb Verkäufer und Käufer vorab klären sollten, ob und zu welchen Bedingungen eine Übernahme möglich ist.
Eine Schätzung, auch bekannt als Taxe oder Wertgutachten, ist eine Bewertung einer Immobilie durch einen qualifizierten Sachverständigen. Diese Bewertung ist oft notwendig, damit eine finanzierende Bank den Beleihungswert für ein Darlehen festlegen kann. Bei der Schätzung werden verschiedene Aspekte berücksichtigt, darunter die Lage des Grundstücks, der Zustand des Gebäudes, der erzielbare oder bereits erzielte Mietertrag und die lokalen Marktverhältnisse.
Schätzungsgebühren, auch als Taxkosten bezeichnet, sind die Kosten, die für die Bewertung des Wertes einer Immobilie anfallen. Diese Gebühren werden in der Regel dem Darlehensnehmer in Rechnung gestellt und decken die Dienstleistungen des Sachverständigen ab, der die Schätzung vornimmt.
Schönheitsreparaturen beinhalten Arbeiten wie das Tapezieren von Wänden, Streichen von Heizkörpern und Innentüren sowie ähnliche Instandhaltungsmaßnahmen in einer Mietwohnung. Diese Pflichten können auf den Mieter übertragen werden, müssen aber individuell im Mietvertrag vereinbart werden, da Standardklauseln vom Bundesgerichtshof als unwirksam angesehen werden. Ist eine Wohnung bei Einzug renoviert, kann festgelegt werden, dass der Mieter bei Auszug ebenfalls renovieren muss.
Unter Selbsthilfe versteht man im Immobilienbereich Eigenleistungen des Bauherrn oder Eigentümers bei der Errichtung oder Sanierung eines Gebäudes. Diese Eigenleistungen können Kosten reduzieren und individuelle Gestaltung ermöglichen.
Eine selbstschuldnerische Bürgschaft bedeutet, dass der Bürge so behandelt wird, als wäre er selbst der Hauptverpflichtete. Im Falle eines Zahlungsverzugs des eigentlichen Schuldners kann der Gläubiger direkt und ohne Vorwarnung den Bürgen zur Zahlung auffordern. Diese Form der Bürgschaft wird häufig bei Kreditvergaben oder Wohnungsmietverträgen eingesetzt, um das Risiko des Gläubigers zu minimieren.
Bei einer langfristigen Baufinanzierung müssen Darlehensnehmer Sicherheiten bereitstellen. Diese umfassen typischerweise Grundpfandrechte wie eine Grundschuld, können aber auch Bürgschaften oder andere Zusatzsicherheiten wie eine Kapitallebensversicherung einschließen. Diese Sicherheiten dienen dazu, das Risiko für den Kreditgeber zu reduzieren und die Kreditvergabe zu ermöglichen.
Die Sicherungszweckerklärung, auch als Zweckbestimmungserklärung bekannt, ist ein Dokument, das festlegt, wofür eine gestellte Sicherheit wie z.B. eine Grundschuld verwendet wird. Sie legt die genauen Bedingungen und den Umfang fest, unter denen die Sicherheit im Falle eines Zahlungsausfalls verwendet werden darf.
Sonderausgaben sind bestimmte Ausgaben, die steuerlich geltend gemacht werden können und somit die steuerpflichtigen Einkünfte reduzieren. Dazu zählen Ausgaben für die Altersvorsorge, Krankenversicherungsbeiträge und andere allgemeine Personenversicherungen, allerdings keine Sachversicherungen. Diese Ausgaben können direkt von den Gesamteinkünften abgezogen werden, um das zu versteuernde Einkommen zu senken.
Sondereigentum umfasst Teile einer Immobilie, die ausschließlich einem Eigentümer gehören, wie die Innenräume einer Wohnung. Es beinhaltet Elemente, die verändert werden können, ohne die Rechte anderer Miteigentümer zu berühren, und schließt Teile aus, die für die Struktur und Sicherheit des Gebäudes notwendig sind oder gemeinschaftlich genutzt werden.
Das Sondernutzungsrecht gestattet einem Eigentümer die exklusive Nutzung bestimmter Teile des Gemeinschaftseigentums, wie etwa eines Gartens oder eines Stellplatzes. Dieses Recht ist an das Sondereigentum des Eigentümers gebunden und kann nur zusammen mit diesem übertragen werden.
Eine Sonderumlage ist eine zusätzliche finanzielle Belastung für Eigentümer eines Mehrfamilienhauses, wenn größere Reparaturen notwendig sind und die vorhandene Rücklage nicht ausreicht. Diese Umlage wird in einer Eigentümerversammlung beschlossen.
Ein Souterrain ist ein Kellergeschoss, das ganz oder teilweise unter der Straßenhöhe liegt. Diese Geschosse werden oft für Wohn- oder Gewerberäume genutzt, obwohl sie sich unterhalb der üblichen Erdoberfläche befinden.
Die Spekulationsfrist definiert den Zeitraum, in dem der Gewinn aus dem Verkauf einer Kapitalanlageimmobilie einkommensteuerpflichtig ist. Bei Immobilien beträgt diese Frist zehn Jahre ab dem Kaufdatum. Verkäufe, die innerhalb dieser Zeit erfolgen, unterliegen der Einkommensteuer auf den erzielten Gewinn.